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Wunderwaffe Vitamin?

A, C, D3, E, H und B3: das sind zusammengefasst die für die Haut wichtigen Vitamine, die wir mit unserer Nahrung zu uns nehmen.

Einige davon können wir auch zusätzlich in Form von Pflegeprodukten direkt in die Haut einschleusen. Da die Zellschichten unter der Epidermis jedoch verhältnismässig dicht sind, entscheidet die Dosis und die Galenik (die Zusammensetzung und „technische Bauart“) dabei über die Wirksamkeit.

 

Vitamin A

Wirkung auf die Haut:  Vitamin A und Vitamin-A-Säure sind in der Lage, kleine Fältchen zu glätten. glätten. Auch bei Akne werden Vitamin-A-Präparate eingesetzt. Da Vitamin-A-Säure verschreibungspflichtig ist, nutzen Kosmetikhersteller ersatzweise Retinol, das die Bildung von Vitamin-A-Säure in der Haut bewirkt. Sie ist der Maßstab, an deren Wirksamkeit aktuelle Anti-Aging-Mittel gemessen werden.

Was passiert bei einem Mangel: Ein Mangel an Vitamin A kann sich in einer Verdickung der Haut äußern, sie kann trocken und schuppig werden.

Empfohlene Tagesmenge (lt. DGE): Die empfohlene Zufuhr für Vitamin A liegt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei Jugendlichen ab 15 Jahren und Erwachsenen zwischen 0,8 und 1,1 Milligramm pro Tag.

Enthalten in: Süßkartoffeln, Karotten, Leberwurst, Spinat, Grünkohl

Vitamin C

Studien zufolge kann Vitamin Cdazu beitragen, dass die Haut mehr Proteine produziert und selbige langsamer abbaut. So verbessert sich die Oberflächenstruktur der Haut und sie wird elastischer. Bisher lediglich eine Annahme ist, dass sie vor oxidativem Stress schützt.

Was passiert bei einem Mangel: Ein schwerer Mangel an Vitamin C führt zur sogenannten „Seefahrerkrankheit“ Skorbut. Symptome dieser Mangelerkrankung, zeigen sich auch an der Haut: Blutungen, schlechte Wundheilung und raue/schuppige, braune Haut.

Empfohlene Tagesmenge (lt. DGE): Der „normale“ durchschnittlichen Tagesbedarf von Erwachsenen liegt bei 95 bis 110 Milligramm pro Tag.

Enthalten in: Acerola, Hagebutten, Zitrone, Brokkoli, Paprika, Orange

Vitamin D

Vitamin D zählt zu den fettlöslichen Vitaminen und ist für den Menschen als Vitamin D3 relevant. Im Gegensatz zu anderen Vitalstoffen, kann es vom Körper selbst gebildet werden. Dafür allerdings ist UVB-Strahlung der Sonne nötig. Nachdem diese in nördlichen Breiten im Herbst und Winter weniger scheint, kann es zu Mangelerscheinungen kommen, die auch Haut und Haare betreffen kann. In der Apotheke sind Präparate erhältlich, die diesen Mangel ausgleichen können. Weil Vitamin D3 als fettlösliches Vitamin vom Körper gespeichert wird, ist darauf zu achten, nicht über zu dosieren und die Einnahmeempfehlungen der Hersteller zu bachten.

Was passiert bei einem Mangel: Ein Mangel kann zu verringerter Knochendichte, erhöhter Infektionsnneigung, Haarausfall und Hautproblemen führen.

Empfohlene Tagesmenge (lt. DGE):  20µg  pro Tag sollten Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene aufnehmen, 100µg  pro Tag sollen nicht überschritten werden.

Enthalten in: Fettreiche Fische, in geringen Mengen in Milch; kann durch Aufenthalt in der Sonne vom Körper selbst gebildet werden.

Vitamin E

Hochdosiert in Cremes, kann es laut Studien dazu beitragen, geschädigte Haut zu reparieren und sie elastischer zu machen. Vitamin E ist fettlöslich und kann daher gut in großen Mengen in die Hornhaut eindringen und dort gespeichert werden. Es ist auch in höheren Dosen gut verträglich. In Kosmetika finden sich meist Vitamin-E-Konzentrationen von bis zu fünf Prozent.

Ein hoher Vitamin-E-Gehalt in der Haut hat viele Vorteile, er verbessert den Feuchtigkeitszustand der Hornschicht, glättet kleinere Fältchen und erhöht die Widerstandskraft der Haut gegenüber schädlichen Einflüsse von außen.

Zusätzlich schützt es die Haut vor UV-Strahlen, verbessert die Wundheilung nach Operationen und reduziert die Narbenbildung.

Vitamin E kann in tiefere Hautschichten eindringen, hemmt Entzündungen und wirkt der Hautalterung, Faltenbildung und den Altersflecken entgegen.

Was passiert bei einem Mangel: Bekommt die Haut beziehungsweise der Organismus zu wenig Vitamin E, wird auf Dauer der Fett- und Feuchtigkeitshaushalt gestört. Die Haut wird trocken.

Empfohlene Tagesmenge (lt. DGE): Die empfohlene Zufuhr für Vitamin E liegt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei Jugendlichen ab 15 Jahren und Erwachsenen zwischen 11 und 15 Milligramm pro Tag.

Enthalten in: u. a.Weizenkeimöl, Himbeeren, Wirsing, Tomaten, Mandeln

Vitamin B (Biotin, B3)

Biotin zählt zu den wasserlöslichen B-Vitaminen und ist bekannt für seine Schutzfunktion von Haut und Haaren. Es ist auch als Vitamin H oder Vitamin B7 bekannt, fördert unter anderem das Wachstum der Talgdrüsen und unterstützt die hauteigenen Regenerationsprozesse, indem es für einen reibungslosen Ablauf von Zellwachstum und –teilung sorgt.

Vitamin B3, auch Nicotinsäure oder Niacin, ist in der Hautpflegekosmetik noch vergleichsweise neu. Es ist wichtig für die Verstoffwechselung von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten und unterstützt den zellulären Energiestoffwechsel und ist durch ihre antioxidative Wirkung wichtig für die Regeneration der Haut.

Was passiert bei einem Mangel: Wird über längere Zeit zu wenig Biotin aufgenommen, kann die Haut schuppig werden. Eine Folge von Niacin-Mangel ist Dermatitis, eine Entzündung der Haut.

Empfohlene Tagesmenge (lt. DGE): 30 bis 60 µg Biotin und 11 bis 16 Milligramm Niacin pro Tag sollten Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene Aufnehmen.

Enthalten in: Leber, Hülsenfrüchte, Nüsse, Pilze, Spinat (Biotin); Fisch, Milchprodukte Geflügel, Eier (Vitamin B3)

 

 

Zusammengefasst: eine Vielzahl von Vitaminen trägt zur Gesundheit und Regenerationsfähigkeit unserer Haut bei. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und die richtige Pflege entscheidet immer im Zusammenspiel über die Wirkung, die diese Vitamine entfalten können.

 

Alle Inhalte dieser Rubrik sind journalistischer Art und ersetzen nicht eine persönliche, ärztliche Beratung. Sollten sie dermatologische Probleme haben, besprechen Sie diese bitte mit einer Fachärztin oder einem Facharzt Ihres Vertrauens.

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